Katholische Erziehergemeinschaft Deutschlands
LANDESVERBAND BERLIN-BRANDENBURG

 

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Die KEG betrachtet es als ihr Hauptanliegen, dass christliche Wertvorstellungen im gesamten - auch im kommunal und staatlich verantworteten - Erziehungs- und Bildungswesen der Bundesrepublik präsent bleiben. In diesem Sinn erstrebt sie die Durchsetzung pädagogischer Grundsätze, die sich vom christlichen Menschen- und Weltbild herleiten. Gleichzeitig macht sie sich stark für die Sicherung und nötigenfalls Verbesserung der Arbeitsbedingungen der Berufspädagogen.
 

 

Wert- und Zielvorstellungen

 

Die KEG hält es für erforderlich, junge Menschen für eine aktive Unterstützung jener Wertvorstellungen zu gewinnen, die zum Kernbestand der christlichen Menschen- und Weltsicht gehören und die als solche die kulturellen Wurzeln auch des heutigen Europa bilden. Dazu zählen u.a.:

  • Die Bereitschaft zur Mitgestaltung einer von Personalität, Solidarität und Subsidiarität bestimmten Gesellschaft.
  • Die Achtung vor der Würde eines jeden Menschen, ohne Rücksicht auf Alter, Geschlecht, Herkunft, Religion, äußere Erscheinung, körperliche und geistige Verfassung, Status, Besitz etc.
  • Der Wille zum friedlichen Zusammenleben und zur gewaltlosen Konfliktbewältigung.
  • Die Bereitschaft, Verantwortung für einzelne Mitmenschen, für menschliche Gemeinschaften und für die Schöpfung zu übernehmen.
  • Die Bereitschaft, eigenes Versagen und eigene Schuld einzuräumen und deshalb auch andere trotz ihrer Schwächen anzunehmen.
  • Das Streben nach Einstellungen und Verhaltensweisen, wie sie im Dekalog und in der Bergpredigt vorgezeichnet sind.
  • Die Ehrfurcht und Verantwortung vor einem persönlichen Gott.
  • Die Überzeugung von der Sinnhaftigkeit des Lebens auf der Basis des Glaubens an eine Erlösung und an ein Leben nach dem Tod.
     

Pädagogische Grundsätze

 

Pädagogische Grundsätze stehen in engem Zusammenhang mit dem jeweils für gültig erkannten Bild des Menschen, der Gesellschaft und der Kultur. Aufgrund ihrer christlichen Grundorientierung vertritt die KEG u.a. folgende pädagogische Leitgedanken:

  • Jeder Mensch hat das gleiche Recht auf Bildung.
  • Bei der Bildungsplanung muss besondere Aufmerksamkeit und Sorge für die individuell und sozial Benachteiligten in unserer Gesellschaft aufgewendet werden.
  • Die Erziehungskraft der Elternhäuser muss neu gestärkt werden.
  • Jedes Kind hat Anspruch auf ein Erziehungs- und Bildungsumfeld (in Familie, Kindergarten und Schule), das ihm ein Höchstmaß an persönlichen Entfaltungschancen gewährt.
  • Bildung und Erziehung unterstützen die persönliche Entfaltung von Individuen und deren Fähigkeit, im Interesse des Gemeinwohls zu handeln.
  • Erziehungseinrichtungen und Bildungsstätten müssen Orte des sozialen Lernens (im Sinne von Mündigkeit, Kooperations- und Teamfähigkeit, Respekt vor den Rechten des anderen ect.) sein.
  • Bildungsangebote sind so zu organisieren, dass dabei so differenziert wie nötig auf die speziellen Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen eingegangen werden kann.
  • Alle an der Erziehung, Bildung und Betreuung eines Kindes Beteiligten sollten angemessen zusammenarbeiten.
  • Für Schülerinnen und Schüler, die dies benötigen, müssen sozialpädagopgische Betreuungsangebote innerhalb und außerhalb der Unterrichtszeit bereitgestellt werden.
  • Bildungsinhalte müssen so ausgewogen sein, dass alle Bereiche der Persönlichkeit angemessen angesprochen werden.
  • Ein unerlässlicher Bestandteil der Bildungsinhalte ist der konfessionell verantwortete Religionsunterricht in ökumenischer Zusammenarbeit, bzw. ein Ersatzfach.
  • In Tageseinrichtungten ist den Kindern die Möglichkeit zu bieten, religiöse Grunderfahrungen zu machen.
  • Bildungsgänge und Schulabschlüsse müssen jedem jungen Menschen lohnende berufliche Perspektiven öffnen.
     

Berufspolitische Forderungen

 

Die Qualität von Erziehung, Bildung und Betreuung steht und fällt mit dem Berufsethos der Pädagogen. Das von den Pädagogen übernommene hohe Maß an Verantwortung für die Gesellschaft kann aber nur getragen werden, wenn die Gesellschaft ihrerseits die Arbeit der Pädagogen sichtbar unterstützt und anerkennt. Das bedeutet u.a.:

  • Qualifizierte theoretische und praktische Ausbildung für ein professionelles pädagogisches Arbeiten in den jeweiligen Bereichen.
  • Regelmäßige Fortbildungsangebote und Weiterbildungsmöglichkeiten zum Erwerb von Zusatzqualifikationen.
  • Gerechte Entlohnung nach Leistung und Verantwortung in allen Bereichen der Erziehung, Bildung und Betreuung.
  • Beseitigung der Ungleichbehandlung von Pädagogen in Ost und West.
  • Förderung der Berufsmotivation durch leistungs- und altersbezogene Beförderungsmöglichkeiten.
  • Hervorhebung der besonderen Treuepflicht der Lehrpersonen gegenüber dem Grundgesetz durch Übernahme in das Beamtenverhältnis.
  • Arbeitsbedingungen, die vor gesundheitlichen (auch seelischen) Schäden schützen.
  • Anerkennung der Erziehungszeiten als Dienstzeiten.

Die KEG ermuntert ihre Mitglieder, besonders auch die Frauen, sich für Führungspositionen zu qualifizieren und zu bewerben, um auf allen Ebenen des deutschen Erziehungs- und Bildungswesens die Präsenz der christlichen Grundorientierung zu erhalten.